Sanierung der Gebäudehülle
Einfamilienhaus bei Augsburg, Baujahr 1968 – Fenster, dann die ganze Hülle
- Ort
- Bei Augsburg
- Baujahr
- 1968
- Umfang
- Fenster, Fassade, oberste Geschossdecke
- Dauer
- Zwei Abschnitte in 14 Monaten
Beschrieben nach einer echten Baustelle, anonymisiert auf Wunsch der Eigentümer. Die Bilder sind Visualisierungen.
Ausgangslage
Übernommen von den Eltern
Ein Walmdachhaus von 1968, rund 140 m², übernommen von den Eltern. Die Wände: 30 Zentimeter Hochlochziegel, ungedämmt. Die Fenster stammten aus den frühen 1990ern, unter den Fensterbänken war es im Winter spürbar kalt, und die Heizkosten stiegen jedes Jahr. Die Eigentümer wollten langfristig bleiben – aber nicht alles auf einmal bezahlen.
Aufgabe
Die Hülle, in zwei Abschnitten
Bestandsaufnahme, Reihenfolge und beide Abschnitte lagen bei uns: zuerst Fenster und Haustür, ein Jahr später Fassade und die Dämmung der obersten Geschossdecke. Ausdrücklich nicht dabei: die Heizung – der Kessel von 2016 ist in Ordnung und wird erst am Ende seiner Laufzeit ersetzt, dann passend zur gedämmten Hülle.
Entscheidungen
Fenster in eine Ebene, die es noch nicht gab
Die wichtigste Entscheidung fiel vor dem ersten Handgriff: Die neuen Fenster wurden nicht in die alte Laibung gesetzt, sondern vor die Wand – dorthin, wo ein Jahr später die Dämmung ankam. Zur Wahl stand auch, alles in einem Zug zu machen; dagegen sprach das Budget, und weil die Reihenfolge von Anfang an feststand, war das Aufteilen problemlos möglich. Beim Dach fiel die Entscheidung gegen eine Neueindeckung: Die Ziegel von 1998 waren dicht. Gedämmt wurde stattdessen die oberste Geschossdecke – bei diesem Haus das beste Verhältnis von Aufwand und Wirkung.
Umsetzung
Zwei Abschnitte, durchgehend bewohnt
Abschnitt eins im Herbst: 16 Fenster und zwei Türen, raumweise getauscht innerhalb einer Woche, das Haus blieb bewohnt. Abschnitt zwei im folgenden Sommer: Gerüst, 16 Zentimeter Fassadendämmung, neue Fensterbänke, Einblasdämmung auf der Geschossdecke. Zwischen den Abschnitten saßen die Fenster sichtbar vor der Wand – geschützt mit provisorischen Blechen an den Anschlüssen.
Ergebnis
Was es gebracht hat – und was schwierig war
Die kalten Ecken unter den Fensterbänken sind weg, und der erste Winter nach der Fassade war der erste, in dem das Wohnzimmer ohne zusätzlichen Heizlüfter warm wurde. Schwierig war das Jahr dazwischen: Ein Haus mit neuen Fenstern vor ungedämmter Wand sieht unfertig aus, und die provisorischen Anschlussbleche mussten zweimal nachgestellt werden. Am Sockel kam beim Gerüstbau außerdem feuchtes Mauerwerk zum Vorschein – die Trocknung hat den zweiten Abschnitt um drei Wochen verlängert.
- Baujahr
- 1968
- Ausführung
- 2023 – 2024, zwei Abschnitte
- Gewerke
- Fenster & Türen, Fassade & Dämmung, oberste Geschossdecke
- Umfang
- Komplette Hülle: 16 Fenster, zwei Türen, rund 180 m² Fassade
- Bewohnt während der Bauzeit
- Ja, durchgehend
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